Das US-Finanzministerium gab am 28. Mai bekannt, dass die spezielle App für das steuerbegünstigte Anlageprogramm für Kinder namens „Trump-Konten“ (Trump Accounts) nun offiziell in den App-Stores von Apple und Google erhältlich ist. Sie wurde gemeinsam von Robinhood und der Bank of New York Mellon (BNY Mellon) entwickelt. Finanzminister Bessent erklärte, dass bereits rund 6 Millionen Kinder registriert seien und dass berechtigte Familien ab dem 4. Juli mit der Pilot-Startfinanzierung rechnen können, die vom Finanzministerium direkt eingezahlt wird. Das Programm basiert auf dem von Trump am 4. Juli des Vorjahres unterzeichneten „Glorious and Grand Act“ (Großartiges-Gesetz). Es sieht eine einmalige Startfinanzierung von 1000 US-Dollar für alle US-Bürger vor, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden. Alle Minderjährigen in den USA unter 18 Jahren können ein Konto eröffnen. Eltern und Verwandte können jedes Jahr bis zu 5000 US-Dollar auf das Konto einzahlen, Arbeitgeber maximal 2500 US-Dollar pro Jahr für die Kinder ihrer Mitarbeiter. Zusätzliche Spenden von Bundesstaaten und Wohltätigkeitsorganisationen werden auf diese Beträge nicht angerechnet. Unternehmen wie JPMorgan Chase, Wells Fargo, Bank of America, Intel und Broadcom haben bereits zugesagt, entsprechende Mittel für die Konten der Kinder ihrer Mitarbeiter bereitzustellen. Das Geld auf den Konten wird automatisch in breit gefächerte US-Aktienindexfonds oder ETFs investiert. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres übernimmt das Kind die Kontrolle über das Konto und entscheidet über die Verwendung der Mittel.
Angetrieben durch die Erwartung von Millionen neuer Kleinanleger schloss die Robinhood-Aktie am Donnerstag mit einem Plus von 11,29 %. Joe Gebbia, Mitbegründer von Airbnb und aktueller Leiter des US National Design Studio, hat das Design der App-Oberfläche geleitet. Das Studio hat sich zum bevorzugten Designteam für wichtige Regierungs-Apps der Trump-Administration entwickelt. Offiziellen Berechnungen zufolge würde ein Konto mit den anfänglichen 1000 US-Dollar bei einer jährlichen Langfristrendite des US-Aktienmarkts von 10,5 % bis zum 18. Lebensjahr des Kindes auf etwa 6000 US-Dollar anwachsen, mit 55 auf etwa 243.000 US-Dollar. Würden jedes Jahr die vollen 5000 US-Dollar eingezahlt, könnte der Kontowert mit 55 theoretisch über 13 Millionen US-Dollar betragen. Kritiker bemängeln, dass die Bundesregierung auf diese Weise faktisch zum größten Kundenvermittler von Robinhood werde.