Angetrieben durch die KI-Welle stieg die Aktie der SoftBank Group am 1. Juni um rund 10,3 %, wodurch sich die Marktkapitalisierung auf 47,2 Billionen Yen (etwa 296 Milliarden US-Dollar) erhöhte. Damit übertraf der Konzern Toyota Motor, dessen Aktien an diesem Tag um etwa 4,8 % fielen (Marktkapitalisierung schrumpfte auf 45,7 Billionen Yen), und wurde nach rund 23 Jahren zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Japans. Der Nikkei-225-Index durchbrach am selben Tag erstmals die Marke von 67.000 Punkten und erreichte im Handel ein Hoch von 67.231 Punkten. SoftBank allein steuerte 618 der 709 Punkte Tagesgewinne des Index bei, während der breiter gefasste Topix an diesem Tag um 0,2 % fiel – ein Zeichen für die deutliche Divergenz zwischen KI-Themen und den übrigen Sektoren.
Direkter Katalysator für diesen Kurssprung war die Ankündigung von SoftBank am Wochenende, in den nächsten fünf Jahren bis zu 75 Milliarden Euro (etwa 87 Milliarden US-Dollar) in KI-Infrastruktur in Frankreich zu investieren – eines der größten KI-Investitionsversprechen für ein einzelnes Land. Der Aktienkurs von SoftBank ist seit Jahresbeginn um über 80 % gestiegen, getrieben vor allem durch die erhebliche Beteiligung an OpenAI und die erwarteten Börsengänge von Unternehmen im Portfolio. Toyota stand seit 2003 an der Spitze der japanischen Marktkapitalisierung, nachdem es NTT Docomo überholt hatte. Der Machtwechsel gilt Marktanalysten als symbolträchtiger Moment, der zeigt, dass der KI-Hype die Unternehmenslandschaft Japans neu ordnet.