SFGate-Kolumnist Drew Magary kritisiert in einem am 28. Mai veröffentlichten Artikel die umfassende KI-Transformation der Google-Suche, die auf der Google I/O angekündigt wurde. Magary weist darauf hin, dass Google KI-Übersichten (AI Overviews) über alle Suchergebnisse stellt. Wer reine Weblinks sehen möchte, muss im Untermenü manuell den Filter „Web“ aktivieren. Der nächste Schritt, der auf der I/O vorgestellt wurde, bestehe darin, fast alle Suchanfragen direkt mit dem Gemini-Assistenten zu beantworten und externe Links ganz wegzulassen – er bezeichnet dies als „die Suchmaschine optimiert sich für sich selbst“. Er enthüllt, dass die Traffic-Zahlen von Medienseiten wie SFGATE über Nacht um mehr als ein Viertel eingebrochen seien, nachdem der Google-Algorithmus externe Links abgewertet hatte. Sollte dieser Wandel vollständig umgesetzt werden, würde er die letzte Verbindung kappen, über die Verlage, kleine Unternehmen und Studierende über Suchmaschinen gefunden und erreicht werden könnten.
Magary vergleicht diesen Prozess mit der jahrelangen Drosselung von externen Links durch Facebook und X – Nutzer werden in der Plattform gehalten, statt nach außen zu führen. Googles Vorgehen sei die extreme Version derselben Logik, und er fordert staatliche Maßnahmen zur erzwungenen Aufspaltung des Konzerns. Gleichzeitig räumt er eine „kollektive Naivität“ der Nutzer ein: Diese hätten Google lange als neutralen Informationsvermittler betrachtet und nicht damit gerechnet, dass das Unternehmen das Schreiben und die Gedanken von Menschen als ersetzbare „entwertete Assets“ betrachten würde. Abschließend erwähnt Magary, dass Alternativen wie DuckDuckGo mehr Nutzer gewinnen, und sieht einen „Silberstreif“ darin, dass der KI-Hype irgendwann nachlassen werde.